Fünf unvergessliche Tage in Berlin

Vom 13. bis 17. Juli 2026 durften wir Zehntklässlerinnen gemeinsam eine Woche in Berlin erleben, die uns allen für immer als eines der Highlights unseres Schullebens in Erinnerung bleiben wird.

Schon am Montagmorgen starteten wir voller Vorfreude (trotz Treffpunkts an der Schule bereits um 6 Uhr ;)) mit dem Bus Richtung Hauptstadt. Nach unserer Ankunft hatten wir zunächst Zeit für ein kurzes Erkunden der Mall of Berlin, bevor wir den Fernsehturm besuchten. Der Blick über die Stadt war beeindruckend, und die damit verknüpfte virtuelle Zeitreise „Berlins Odyssey“ ließ uns die Geschichte Berlins auf eine ganz besondere Weise erleben.

Der Dienstag stand ganz im Zeichen der deutschen Geschichte und Politik. Der eigentliche Plan war es, zuerst das Holocaust-Mahnmal zu besuchen, jedoch wurden unsere Pläne durch den Regen etwas über den Haufen geworfen, und wir machten eine kleine Spielepause im Essenssaal, bevor wir die Führung durch den Deutschen Bundestag absolvierten. Dort bekamen wir spannende Einblicke in die Arbeit des Parlaments und durften sogar an der Bürotür des Kanzlers klopfen (welcher sich leider bereits in der Sommerpause befand). Bei der Stadtrundfahrt in unserem Bus mit Unterstützung eines Tourguides lernten wir viele berühmte Sehenswürdigkeiten Berlins kennen. Am Abend sorgte das Theaterstück „Don Juan“ im Monbijou-Theater für einen unterhaltsamen Abschluss des Tages.

Am Mittwoch führte uns unser Ausflug nach Potsdam zum Schloss Sanssouci, durch welches wir mithilfe eines Audioguides geführt wurden. Nach einer kurzen Erkundung Potsdams ging es dann zurück nach Berlin, wo wir eigenständig über den Ku'damm bummeln durften, bevor wir den Nachmittag in selbst gewählten Gruppen gestalten konnten. Ein Teil von uns besuchte das Pergamon-Panorama, der andere entschied sich für den Berliner Zoo.

Am Donnerstag durften wir anhand eines Planspiels im Bundesrat selbst erleben, wie politische Entscheidungen entstehen. Im Anschluss entdeckten wir die deutsche Geschichte auf moderne und interaktive Weise im Deutschlandmuseum, bevor nachmittags die „Mauererfahrung“, eine interaktive Führung der Berlinpiloten, folgte. Dabei erfuhren wir während einer teils digitalen Führung viel über die Teilung Berlins und das Leben an der Berliner Mauer und durften uns durch kreative Fotoaufgaben in die geteilte Gesellschaft hineinversetzen.

Am Freitag besuchten wir zum Abschluss das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Durch eine sehr mitreißende Führung eines ehemaligen Insassen des Gefängnisses wurde auf sehr eindrucksvolle Art gezeigt, unter welchen Umständen viele Inhaftierte jahrelang leben mussten. Anschließend traten wir mit vielen prägenden Erinnerungen im Gepäck die Heimreise nach Augsburg an.

Neben den vielen interessanten Programmpunkten werden uns vor allem die gemeinsamen Erlebnisse in Erinnerung bleiben: die lustigen Busfahrten, das kurzfristige Verlorengehen im Berliner Untergrund, das Erkunden der Stadt und die vielen kleinen Momente, die diese Fahrt so besonders gemacht haben.

Ein ganz besonderer Dank gilt Ihnen: Frau Hafner, Herr Gehret, Frau Fink, Herr Bischoff und Herr Werkmann! Sie haben diese Berlinfahrt zu etwas ganz Besonderem gemacht – durch Ihre unermüdliche Geduld, Ihr Engagement, das bereits vor knapp einem Jahr bei der Planung begonnen hat, und Ihre gute Laune, die nie verloren ging. Der Aspekt, der uns alle jedoch am meisten begeisterte, war Ihre Präsenz und wie Sie sich um uns gekümmert haben und für uns da waren. Jede Nacht war Spielenacht, auf die wir zählen konnten. Egal, ob wir drei Stunden vor der vereinbarten Ankunftszeit oder auf die Minute pünktlich ankamen – wir wurden immer herzlich in eine Runde UNO oder Werwolf aufgenommen und durften von unseren Erlebnissen erzählen. Auch wenn die eigenständigen Erlebnisse in Berlin unfassbar schön und spannend waren, war nie jemand wirklich traurig, abends zurückzukommen, weil wir wussten, dass unsere Freundinnen und Lehrkräfte auf uns warteten, was ein sehr beruhigendes Gefühl war. Ein weiteres Dankeschön gilt Ihnen aufgrund Ihrer Gelassenheit. Wenn wir mal abends fünf Minuten zu spät zurückkamen oder auch mal eine Stunde verschliefen, trafen wir immer auf Verständnis, was die Fahrt für uns Schülerinnen viel entspannter machte. Alles in allem haben wir uns unfassbar wohlgefühlt, und wir wollen jetzt schon wieder zurück!

Vielen Dank für dieses Erlebnis!

Text: Nelly Pinther (10a)

Bilder: Daniel Gehret (Gesamtorganisation)