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Kinoseminar zum NS-Vorbehaltsfilm „Jud Süß“ (06.03.2026)
Als wir uns am Freitag in der Früh vor dem Liliom trafen, war uns, der Q12, zwar schon bewusst, dass der Film „Jud Süß“, ein NS-Vorbehaltsfilm, kein Unterhaltungsfilm sein würde.
Auf das grässliche Ausmaß an Antisemitismus, Stereotypen und Manipulation, das wir dann zu sehen bekamen, waren wir dennoch nicht gefasst.
Zu Beginn erläuterte Arndt Klingelhöfer, ein Referent des Instituts für Kino und Filmkultur (IKF), einige Hintergründe der Entstehung, sodass wir den Film besser hinsichtlich seines historischen Kontexts als Propagandafilm für das nationalsozialistische Regime einschätzen konnten. Da „Jud Süß“ ein NS-Vorbehaltsfilm ist, muss diese Einordnung und ein anschließendes Gespräch zum Gesehenen immer erfolgen, wenn er gezeigt wird.
Völlig ausgelassen war die Stimmung schon jetzt nicht mehr, hier und da hörte man aber trotzdem noch etwas Gelächter und rege Unterhaltungen.
Dann ging das Licht aus und über die nächsten eineinhalb Stunden hinweg wurde uns klar, wie die NS-Propaganda ihre Wirkung wohl in den Köpfen der damaligen Bevölkerung entfaltet haben musste. Als das Licht wieder anging, herrschte erst einmal entsetzte und betretene Stille, leises Gemurmel setzte nach und nach ein.
Bereits in der anschließenden kurzen Pause unterhielten wir uns darüber, welchen unsympathischen, nahezu ekelhaften Eindruck, uns die Hauptfigur, der Jude Joseph Süß Oppenheimer, vermittelt hatte, einzig und allein durch die filmischen Gestaltungsmittel und die vielen Stereotype, die ihm durch das Drehbuch zugeschrieben wurden. Durch die perfide Machart kann man eigentlich nicht anders, als die Juden im Film als etwas zutiefst Negatives zu empfinden.
Umso wichtiger war es nun, all das mit Herrn Klingelhöfer nachzubesprechen und zu analysieren. Fachkundig und äußerst detailliert ordnete er dabei unsere Beobachtungen ein und erlaubte uns so, die mal mehr, mal weniger offensichtlichen Manipulationstechniken des Films zu erkennen.
Für diese Möglichkeit möchten wir uns bei Herrn Klingelhöfer bzw. dem IKF und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden und auch bei den Betreibern des Liliom Kinos in Augsburg bedanken, und auch bei Herrn Gehret, der die Veranstaltung organisiert hat. Denn Propaganda und Beeinflussung existieren auch im 21. Jahrhundert, weshalb dieser Vormittag nicht nur für die geschichtliche, sondern auch für die demokratische Bildung unabdingbar war!
Text: Isabella Eberl (Q12)
Organisation: Daniel Gehret (Fachleitung Geschichte/ Politik und Gesellschaft)





