Outward Bound

Wanderung im Kleinwalsertal

"Solo-Walk" im Nebel

Im Kerzenschein auf der Selbstversorgerhütte

Klettern mit gegenseitigem Sichern

Outward Bound 

Bei unserem Aufenthalt bei Outward Bound in Baad im Kleinwalsertal wäre ortstechnisch betrachtet „ganz tief im Nirgendwo“ für viele Teilnehmer eine zutreffende Beschreibung: Ab und zu Hühner auf den Straßen oder absolut kein Handyempfang. Aber mit Teamwork geht alles! Das bewies uns das Outward Bound Team. 

Wer wohnt in einer Ananas ganz tief im Meer? - SPONGEBOB SCHWAMMKOPF. 
Unseren Gruppenspruch konnte nach oftmaligem Schreien nun wirklich jeder!  

Am ersten Tag, direkt nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, begann unser Programm mit kniffligen Teamaufgaben; diese sollten zu Beginn der Klassenfahrt die Gruppe stärken. 

Bereits am zweiten Tag stellten wir uns der Tageswanderung zur Selbstversorgerhütte ohne Strom und fließendem Wasser. Zu Beginn der Wanderung war niemandem bewusst, dass uns eine zweite Gruppe per Funk zur Hütte leiten würde - und wir die andere Gruppe. Dicke Nebelschwaden hüllten uns ein, sodass wir uns in eine eigene Welt versetzt fühlten. Die Anfangsschwierigkeiten lösten sich im Laufe der Zeit auf und wir kamen alle problemlos an der einsamen Hütte an. Dort warteten bereits die nächsten Herausforderungen: Heizen mit Holzofen, Betten verteilen, die wir uns später zu zweit teilen mussten und selbstverständlich das Kochen. Dank des Koch-Teams konnten wir leckere Pizza mit Ofenkartoffeln genießen ;). Auch die Biotoilette stellte für viele von uns eine Herausforderung dar, die wir jedoch erfolgreich meisterten.

Beim lustigen Hüttenabend redeten wir bis tief in die Nacht und auch die Lehrer zeigten sich uns gegenüber von ganz privaten Seiten. Ebenso auch bei den vielen Tischtennisspielen abends in unserem Speisesaal mit Frau Kennel und Herr Lederer. Eines der Highlights war unser Gruppentanz zu Johnny Cashs Song „Ring of fire“. 

Nach einer viel zu kurzen Nacht brachen wir bereits wieder zum Heimweg auf. Dieser kam allen überraschend kurz vor, was viele nochmals motivierte. Als Belohnung veranstalteten unsere Trainer ein spektakuläres Lagerfeuer auf einer Steininsel im Flussbett. 

Am vierten Tag erwartete uns eine große Kletteraktion, auf die wir uns bereits riesig gefreut hatten. Wir kletterten an Felswänden und wurden dabei von unseren Mitschülerinnen gesichert, um das Vertrauen innerhalb des Teams zu stärken. Sogar die Höhenangst mancher Schülerinnen wurde Dank motivierender Zurufe überwunden. 

Zu guter Letzt warteten erneut aufregende Aktionen auf uns. Bei einer einstündigen Flussbettwanderung, bei der wir uns gegenseitig über den Fluss helfen mussten, wurde uns bewiesen, wie viel Hilfsbereitschaft die Woche in uns geweckt hatte. Bis auf einige nasse Füße kamen alle trocken zurück. Danach folgte bereits das nächste Highlight: der Pampers Pole. Ein Holzmast von acht Metern Höhe, von dem man ins Leere springt. Auch hier haben viele von uns ihre Höhenangst überwunden und Grenzen überschritten. Grenzen wurden bei einigen auch am Abend beim Schuheputzen ausgetestet. Nicht wahr ;)? 

Der Morgen der Abreise zeichnete sich durch Kartenspiele mit Lehrern, abermaliges Bettdeckenfalten (obwohl sie vorher auch schon gefaltet waren…) und lauter Musik (Griechischer Wein!) auf der Heimfahrt aus. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Outward Bound unsere vielseitigste Klassenfahrt war und wir es jedem weiterempfehlen können. Wir danken besonders – neben unseren Trainern und Trainerinnen – den begleitenden Lehrkräften Herrn Bischoff, Frau Bohnenschuh, Frau Kennel, Herrn Lederer, Frau Perret und Frau Schulte-Vorwick  die uns diese tolle Fahrt trotz Corona ermöglicht haben! 

 

Emma Sift und Hanna Melin (9d)